Gemeinde-Partnerschafts-Verein Neubiberg
 
Menschen und Kulturen begegnen sich

HERZLICH WILLKOMMEN


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Verbunden trotz Abstand

Die zweite Welle der Corona-Pandemie trifft die europäischen Nachbarländer schwerer als Deutschland. Wie ist die Lage in den Partnerstädten von Aschheim bis Unterschleißheim?

Deutschland gilt in der Corona-Pandemie aktuell noch als Insel der Seligen. In den allermeisten europäischen Ländern liegen die Neuinfektionen deutlich höher; das gilt auch für die Zahl der Schwerkranken und die Belegung von Intensivbetten dort. In Aschheim, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Neubiberg, Pullach, Unterschleißheim und Haar verfolgt man die Entwicklungen bei den europäischen Freunden besonders aufmerksam – die Kommunen unterhalten, wie viele andere auch, Städtepartnerschaften in andere Länder.
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Tschernogolowka, Russland

Das Coronavirus hat auch in Tschernogolowka, der russischen Partnergemeinde von Neubiberg, den Alltag gehörig durcheinander gebracht. Mittlerweile sind aber Angst und Panik Disziplin und Selbstverantwortung gewichen. Den Eindruck vermitteln die Schilderungen von Eugenia Kashapowa, die auf russischer Seite mit Tatjana Kowalskaja den Jugendaustausch zwischen den Gemeinden leitet. Der Austausch zwischen Neubiberg und der Wissenschaftsstadt in der Nähe von Moskau besteht seit 1992.

Lokale Lockdowns gibt es laut Kashapowa momentan nicht. Doch Senioren im Alter von 65 Jahren und älter sollen Orte, an denen viele Menschen sind, nicht ohne wesentlichen Grund besuchen. So findet in den Schulen auch Präsenzunterricht statt. Aber: „Das Leben in der Schule läuft mit Veränderungen“, sagt Kashapowa. „Jede Klasse lernt nur in einem Klassenzimmer. Einige Klassen haben die ersten Stunden online. Am Eingang misst man die Temperatur.“ Und auch wenn vielen Schülern der Fernunterricht vor ein paar Monaten nicht gefiel, „brachte das auch seine Vorteile“, findet Kashapowa. Eltern und Schüler hätten sich über Dienste wie Whatsapp und Zoom mit den Lehrern verbunden. „Das Internet gab mehr Möglichkeiten, Fragen zu diskutieren“, sagt sie.

Dass ein Mund-Nasen-Schutz in Geschäften und an anderen Orten Pflicht ist, hat auch in Tschernogolowka längst jeder verinnerlicht. „In unserer Stadt sind die Menschen verantwortlich und jeder hat eine Maske an oder mit“, sagt Kashapowa. Strengere Maßnahmen wünschen sich die Menschen von der Politik bisher laut Kashapowa nicht. „Die Menschen lernen, selbst diszipliniert zu sein, und wollen das Recht haben, zu Hause zu bleiben oder zu arbeiten und zu lernen.“

Dass die Neuinfektionen in Russland wieder auf einem recht hohen Niveau liegen – zuletzt bei mehr als 11 000 am Tag –, schockiert die Bürger offenbar nicht. Die Einstellung der Menschen hat sich im Vergleich zum Frühjahr laut Kashapowa geändert. „Es gibt keine Angst, es gibt Disziplin und Vertrauen, dass die Krankheit heilbar ist und Hilfe rechtzeitig zur Verfügung gestellt wird“, sagt sie.

Daniela Bode, SZ, 17.10.2020.

 

 

Aktuell

Liebe Mitglieder und Freunde,

nicht überraschend: in Anbetracht der kritischen Pandemie-Situation und der behördlichen Vorgaben kommen wir nicht umhin, unsere für den Mai angesetzte Mitglieder-Versammlung nun mit aller gegebenen Vorsicht auf den 25. November zu verschieben.

Im Vergleich zu unseren interessanten und abwechslungsreichen gemeinsamen Erlebnissen in all den Jahren hatten und haben wir in 2020 ein wirres, deutlich eingeschränktes Vereinsleben. Dieses Jahr erhielten Sie von uns nicht das gewohnte Jahresprogramm. Nach Vorgesprächen mit z.B. Musikern für unser Benefiz-Herbstkonzert habe ich die Vertragsunterzeichnung gerade noch gestoppt, um unserem Verein keine Schadenersatzforderung für eventuell geschlossene Verträge bei dann folgender eventueller Konzertuntersagung einzuhandeln.

Nachdem unsere Freiwillige Feuerwehr Neubiberg ihre lange vorbereitete 100-Jahr-Feier für dieses Feiertags-Wochenende entfallen lassen mußte, haben auch unsere Freunde aus Ablon-sur-Seine und Tschernogolowka ihren Besuch bei uns abgesagt. Sie müssen die Pandemie in ihren Städten und Ländern bewältigen.

Sobald sich demnächst wieder gemeinsame Vereinsaktivitäten eröffnen, informiere ich Sie sehr gerne.

Beste Grüße und bleiben Sie fit & gesund!

Reiner Höcherl & Vorstand

 Auch wenn Corona alles unsicher erscheinen läßt:

Wir denken für nächstes Jahr bereits wieder über den Jugendaustausch nach.
Im Gespräch sind:
14.-21.2.  Kommen die Franzosen?
1.-10.8.    Nach Tschernogolowka?

 

Wie Tschernogolowka mit der aktuellen Situation umgeht, erfahrt ihr hier.

Abgesagt:

16. Dezember 2020
Weihnachtskonzert

Aus heutiger Corona-Sicht
 ist keine seriöse Planung möglich.

- Es gibt jetzt bei 'Kontakt' ein Gästebuch.




Herzlich willkommen!



Wir freuen uns über Ihr Interesse am Gemeinde-Partnerschaftsverein Neubiberg.

Zu unseren wichtigsten Aufgaben gehört die Pflege der kommunalen Partnerschaften mit 
Ablon-sur-Seine in Frankreich und Tschernogolowka in Russland.



Seit 1974/75 verbindet Neubiberg und das französische Ablon-sur-Seine eine lebendige kommunale Partnerschaft, die in der Bevölkerung beider Gemeinden tief verankert ist. Die kleine Stadt Ablon mit ihren ca. 6.000 Einwohnern liegt am südöstlichen Stadtrand von Paris unmittelbar an der Seine. Neben regelmäßigen Begegnungen von Erwachsenengruppen, einem Jugendaustauschprogramm und wechselseitigen Praktikumsangeboten gehört zu den Kennzeichen dieser Partnerschaft von Anfang an das große Interesse am gemeindlichen Leben des anderen. Die gegenseitige Verbundenheit kommt auch in den Ortsbildern zum Ausdruck, im "Abloner Garten" Neubibergs oder im "Place de Neubiberg'' in Ablon, im französischen Wetterhahn auf dem Neubiberger Rathaus oder dem bayerischen Maibaum vor dem "Centre Culturel Alain Poher CAP".



Die russische Stadt Tschernogolowka, 50 km nordöstlich von Moskau gelegen, hat etwa 20.500 Einwohner und ist genau genommen ein riesiger Unicampus der Russischen Akademie der Wissenschaften, um den sich eine Stadt gebildet hat. Stadtgründer war niemand Geringeres als der Nobelpreisträger Nikolai Semjonow, der dort 1956 das Forschungsinstitut für Physikalische Chemie angesiedelt hatte; 1965 kam das Landau-Institut für Theoretische Physik hinzu. Tschernogolovka, das sogar zwei Nobelpreisträger hervorgebracht hat, und die Gemeinde Neubiberg mit der Universität der Bundeswehr München, haben als Wissensstandorte einige Gemeinsamkeiten, aber auch ganz unterschiedliche Strukturen.

Neubiberger, die das erste Mal nach Tschernogolovka reisen, sind oft sprachlos von der buchstäblichen Gastfreundschaft und Herzlichkeit, mit der sie dort empfangen werden. Einmal dort gewesen, fährt man immer wieder hin. Im Rahmen der Reisen nimmt man sowohl teil am Ortsgeschehen, aber auch Ausflüge in die Region oder die angrenzende Metropole komplettieren eine einzigartige Mischung, die nur Partnerstädte ermöglichen können. 

Die Stadt erlebt gerade eine Phase der Modernisierung.
Der stadtnahe See und der angrenzende Park werden zu einem hoch modernen Naherholungsgebiet umgestaltet.
Auch kommunale Einrichtungen werden zeitgemäß umgebaut.