Gemeinde-Partnerschafts-Verein Neubiberg
 
Menschen und Kulturen begegnen sich

HERZLICH WILLKOMMEN


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Ghislain schreibt uns aus Ablon:
Im Rhythmus der Natur
Im Takt der Pandemie
Wie überall sonst auf der Welt, folgt das öffentliche Gemeinde Ablon-sur-Seine dem Takt der Corona-Pandemie und den damit behördlichen Einschränkungen.
Trotz der Ausgangsperre ab 18 Uhr freuen wir uns dennoch sehr, nicht völlig im Lockdown leben zu müssen. Der Einzelhandel muss sich ebenfalls an den Regeln halten, sodass die Läden um 18 Uhr schon schließen. Auch unser kleiner Supermarkt im Zentrum, ein wichtiger sozialer Treffpunkt, ist davon betroffen, denn für gewöhnlich schließt er erst um 22 Uhr.
Die Franzosen, die nach 18 Uhr noch arbeiten, sind mittels einer vom Arbeitsgeber unterzeichneten Bescheinigung von der Ausgangssperre ausgenommen. Da das Verkehrsaufkommen nicht abgenommen hat, lässt vermuten, dass viele in der Lage waren, das wertvolle Papier zu besorgen.
Das Leben geht seinen Lauf
Die Kinder gehen fast wieder ganz normal in die Schule und die Bauarbeiten werden in der Gemeinde fortgesetzt. Gerade renovieren wir zwei Schulen sowie die Umkleideräume unseres Sportzentrums. Viele Veranstaltungen wurden eingestellt, auch Sportveranstaltungen sind selten geworden.
Der Erste Bürgermeister Eric Grillon hat seine Neujahrsgrüße virtuell übermittelt und wir bedauern alle sehr, dass unser traditioneller Empfang mit den Bürgerinnen und Bürgern nicht stattfinden durfte.
Im Rhythmus der Seine
Im Winter haben wir hier direkt an der Seine andere Sorgen: Ablon-sur-Seine ist eng an den Rhythmus der Launen der Seine gekoppelt, und der sporadisch auftretenden Hochwasser. Nun regnet es seit Tagen ununterbrochen. In den Jahren 2016 und 2017 haben wir massive Überschwemmungen erlebt, die jedoch kaum mit dem Jahrhunderthochwasser des Jahres 1910 verglichen werden können. In jenem Winter erreichte der Wasserpegel in den Häusern der Uferstraße über 1,60 m.  Derzeit ist der Wasserstand der Seine sehr hoch und die Gewässer dunkel gefärbt. Für diejenige Abloner*Innen, für die Bilder aus dem Jahr 1910 noch sehr präsent sind, bereitet der Wasseranstieg des Flusses immer Sorgen. Trotz der angekündigten kommenden zwei Regenwochen, wollen wir hoffen, dass die Seine in ihrem Bett bleiben wird.
Fortsetzung folgt!
Ihr Ghislain Borrelly
Erster Vorsitzender des „Comité du Jumelage Ablon-Neubiberg“
Übersetzt von Stéphanie Danneberg 
Anmerkung der NaNu-Redaktion: Bestens informiert über die Partnerstadt Ablon seid Ihr, wenn Ihr den Facebook Auftritt besucht: https://www.facebook.com/villeAblonsurSeine
Die französischen Texte könnt Ihr Euch mit einem Klick übersetzen lassen.
Allerdings ist das Ergebnis zwar verständlich, aber Jenseits von gut.

 Aktuell

Einige Worte zum Jahreswechsel; zu dem, was im vergangenen Jahr dennoch geschah und was im neuen Jahr geschehen könnte, wenn es nach uns ginge:

Herzlichsten Dank für Ihre Spende für Väterchen Vjacheslav!

Dank Ihrer Spende und der weiterer Mitglieder und Freunde unseres Gemeinde-Partnerschaftsvereins Neubiberg e.V. i.H.v. insgesamt 6.300 € konnten 2020 im Uniklinikum Großhadern lebenswichtige Heilbehandlungen durchgeführt werden, welche seinen Gesundheitszustand erfreulicherweise stabilisierten.

Pater Vjacheslav Perevezentsev ist mittlerweile wieder zuhause in Tschernogolowka zur weiteren Behandlung und Erholung und hat mich gebeten, Ihnen seinen ausdrücklichen Dank für Ihre Unterstützung zu übermitteln.

Unsere erfolgreiche Unterstützung erfüllt uns mit Freude, da uns auch unsere Vereinssatzung zur Hilfe anhält: „Spenden-Sammelaktionen zur Unterstützung von ausländischen Personen bzw. Personengruppen, die in Folge ihres gesundheitlichen Zustandes oder auf Grund einer anderen Notlage auf Hilfe angewiesen sind“.

In einem ausführlichen Interview auf pravmir.com vom 24.11.2020 beschreibt er sehr eindringlich seine Gedanken über Leben, Glauben und Tod – gerne hier nachzulesen.

Es ist unmöglich, uns den Himmel wegzunehmen.
Pater Vjacheslav Perewezenzew spricht über Onkologie, 
die Kunst des Trostspendens und ein Leben ohne Zukunft. 

Bleiben Sie gesund in diesen außergewöhnlichen Zeiten
und der Völkerverständigung gewogen!

Ihr
Reiner Höcherl & Vorstands-Team
1. Vorsitzender & Dritter Bürgermeister

P.S.: Nicht von allen Spendern haben wir die Kontaktdaten zur Erstellung von Spendenbescheinigungen. Bei Interesse uns bitte Ihre Daten durchgeben. Danke!

Bildauswahl:
Hochwasser Ablon 1910 (Archiv Ablon-sur-Seine)

Wie Tschernogolowka mit der aktuellen Situation umgeht, erfahrt ihr hier.




Herzlich willkommen!



Wir freuen uns über Ihr Interesse am Gemeinde-Partnerschaftsverein Neubiberg.

Zu unseren wichtigsten Aufgaben gehört die Pflege der kommunalen Partnerschaften mit 
Ablon-sur-Seine in Frankreich und Tschernogolowka in Russland.



Seit 1974/75 verbindet Neubiberg und das französische Ablon-sur-Seine eine lebendige kommunale Partnerschaft, die in der Bevölkerung beider Gemeinden tief verankert ist. Die kleine Stadt Ablon mit ihren ca. 6.000 Einwohnern liegt am südöstlichen Stadtrand von Paris unmittelbar an der Seine. Neben regelmäßigen Begegnungen von Erwachsenengruppen, einem Jugendaustauschprogramm und wechselseitigen Praktikumsangeboten gehört zu den Kennzeichen dieser Partnerschaft von Anfang an das große Interesse am gemeindlichen Leben des anderen. Die gegenseitige Verbundenheit kommt auch in den Ortsbildern zum Ausdruck, im "Abloner Garten" Neubibergs oder im "Place de Neubiberg'' in Ablon, im französischen Wetterhahn auf dem Neubiberger Rathaus oder dem bayerischen Maibaum vor dem "Centre Culturel Alain Poher CAP".



Die russische Stadt Tschernogolowka, 50 km nordöstlich von Moskau gelegen, hat etwa 20.500 Einwohner und ist genau genommen ein riesiger Unicampus der Russischen Akademie der Wissenschaften, um den sich eine Stadt gebildet hat. Stadtgründer war niemand Geringeres als der Nobelpreisträger Nikolai Semjonow, der dort 1956 das Forschungsinstitut für Physikalische Chemie angesiedelt hatte; 1965 kam das Landau-Institut für Theoretische Physik hinzu. Tschernogolovka, das sogar zwei Nobelpreisträger hervorgebracht hat, und die Gemeinde Neubiberg mit der Universität der Bundeswehr München, haben als Wissensstandorte einige Gemeinsamkeiten, aber auch ganz unterschiedliche Strukturen.

Neubiberger, die das erste Mal nach Tschernogolovka reisen, sind oft sprachlos von der buchstäblichen Gastfreundschaft und Herzlichkeit, mit der sie dort empfangen werden. Einmal dort gewesen, fährt man immer wieder hin. Im Rahmen der Reisen nimmt man sowohl teil am Ortsgeschehen, aber auch Ausflüge in die Region oder die angrenzende Metropole komplettieren eine einzigartige Mischung, die nur Partnerstädte ermöglichen können. 

Die Stadt erlebt gerade eine Phase der Modernisierung.
Der stadtnahe See und der angrenzende Park werden zu einem hoch modernen Naherholungsgebiet umgestaltet.
Auch kommunale Einrichtungen werden zeitgemäß umgebaut.