letzte Aktualisierung
29.11.2017

Gemeinde-Partnerschaftsverein Neubiberg e.V.

Die Homepage der Stadt Tschernogolowka  www.chgcity.ru

Leitbild

      der Abteilung Tschernogolowka des
      Gemeinde-Partnerschaftsvereins  Neubiberg e.V.

 


Der Partnerschaftsverein Neubiberg / Abteilung Tschernogolovka und das Partnerschaftskomitee Tschernogolovka stellen ihre Zusammenarbeit unter folgendes Leitbild:
Das gemeinsame Hauptanliegen ist die Förderung und StĂ€rkung des gegenseitigen VerstĂ€ndnisses, der Freundschaft zwischen den BĂŒrgern beider Gemeinden sowie das Kennenlernen der anderen Kultur. Diese Ziele sollen ihren Ausdruck finden und erreicht
werden durch:
       
â–ș Begegnungen von Mensch zu Mensch:
                  o Studienreisen,
                  o Freundschaftsbesuche,
                  o Austausch von Fachleuten, Studenten und SchĂŒlern.
        
â–ș AktivitĂ€ten auf kulturellem Gebiet, z. B.:
                  o Kunstausstellungen,
                  o Musik- und Literaturdarbietungen,
                  o Einblick in Volkskunst und Brauchtum,
                  o VortrĂ€ge zu Religion, Geschichte und Zeitgeschehen,
                  o Bildungsseminare und Sprachkurse,
                  o Sportliche Begegnungen.
        
â–ș Zusammenarbeit in wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, medizinischen und humanitĂ€ren Bereichen.

Der Partnerschaftsverein Neubiberg soll durch Mitgliederwerbung weiterer Bevölkerungskreise sowie durch aktive Mitwirkung und Beteiligung der BĂŒrger Neubibergs auf eine möglichst breite Basis gestellt werden.
Der Verein wird von der politischen Gemeinde Neubiberg ideell, materiell und personell unterstĂŒtzt.
Zur Bereicherung der Vereinsziele sollen Kontakte und Erfahrungsaustausch mit gleichgearteten Partnerschaftsvereinen gepflegt werden.
                                                                                                                               Ausgearbeitet von:
                                                                                                                                            Frau GR Stettmeier,
                                                                                                                                            Frau Oberg,
                                                                                                                                            Herrn Hoffmann,
                                                                                                                                            Herrn Nehls.
 

Nachruf auf Zinaida ProtasevichSina

Wir trauern gemeinsam um Zinaida Protasevich, die im Alter von 76 Jahren plötzlich und unerwartet aus dem Leben schied. Seit 25 Jahren pflegen die russische Stadt Tschernogolovka und die bayerische Gemeinde Neubiberg eine lebendige und erfolgreiche StĂ€dtepartnerschaft. Von Anbeginn beteiligte sich Zinaida aktiv an den Arbeitsgruppen und im Komitee zu den Austauschprogrammen der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger beider LĂ€nder. Sie baute zahlreiche freundschaftliche Beziehungen auf, insbesondere zu Renate und Wolf Buchberger, Hans Schaffer und Herbert Roth. Zuletzt besuchte sie Neubiberg Ende April bis Anfang Mai, im Rahmen einer großen Delegation, anlĂ€sslich der Feierlichkeiten zum 25-jĂ€hrigen Bestehen der StĂ€dtepartnerschaft.

Ihr Engagement war in besonderer Weise erlebbar und spĂŒrbar. In ihrer herzlichen und fĂŒrsorglichen Art begleitete sie z.B. die Neubiberger Praktikanten- und Jugendgruppen und sorgte fĂŒr reibungslose AblĂ€ufe und unvergessliche Erlebnisse. FĂŒr ihre herausragenden AktivitĂ€ten im Sinne der russisch-deutschen StĂ€dtepartnerschaft erhielt sie hohe Auszeichnungen.

Als Leiterin der öffentlichen Bibliothek in Tschernogolovka brachte sie den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern Tschernogolovkas die deutsche Kultur und BrĂ€uche nĂ€her. Ich erinnere dabei an die jĂ€hrlich stattfindende deutsche Kulturwoche, an die Lesungen deutscher Lyrik bei Veranstaltungen oder an das Zelebrieren deutscher Oster- und Weihnachtsfeiern.

Zudem war Zinaida ein herzlicher Familienmensch, eine tolle Mutter, Oma und zuletzt auch Uroma.

Wir werden Zinaida bei den zukĂŒnftigen Besuchen im Zuge der StĂ€dtepartnerschaft sehr vermissen. Ihr Tod erschreckt uns, hinterlĂ€sst eine LĂŒcke, macht uns traurig und rĂŒhrt uns zu TrĂ€nen. Zahlreiche BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Gemeinde Neubiberg blicken in Dankbarkeit auf das außerordentliche Wirken von Zinaida Protasevich. Mit einem Gedicht von Rainer Maria Rilke wollen wir gemeinsam Abschied nehmen, auf dass uns Zina mit ihrem besonderen Engagement im GedĂ€chtnis bleibt und ihre Menschlichkeit einen festen Platz in unseren Herzen behĂ€lt.

 

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten
im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

 

In stiller Trauer und herzlicher Verbundenheit, Ihr

GĂŒnter Heyland
Erster BĂŒrgermeister
Gemeinde Neubiberg
07.09.2017

Partnerschaft der Musikschule Neubiberg und der Schule fĂŒr Kunst in Tschernogolovka feierlich besiegelt

Die beiden Musikschulen in Neubiberg und Tschernogolovka pflegen bereits seit rund 14 Jahren partnerschaftliche Beziehungen. Nun war es im November 2017 soweit, dass eine gemeinschaftlich ausgearbeitete Kooperationsvereinbarung verabschiedet und unterzeichnet werden konnte. AnlĂ€sslich eines Besuchs der Schulleiterin Olga Agroskina im FrĂŒhjahr diesen Jahres in Neubiberg verstĂ€ndigten sich die beiden Leiter der Einrichtungen auf die Eckpunkte der weiteren Partnerschaft sowie des kulturell musikalischen Austauschs. In der FortfĂŒhrung der bereits bestehenden Kooperation beider Musikschulen sehen die Leiter der jeweiligen Bildungseinrichtungen, die Chance fĂŒr teilnehmende Kinder und Jugendliche der Musikschulen, die Ausbildung am Instrument oder an der Stimme zu fördern. Dabei sollen die StĂ€rken des jeweiligen Kulturkreises gegenseitig ausgetauscht werden und ggf. in die Ausbildung der MusikschĂŒler integriert werden. Mit den Maßnahmen wird die Erweiterung des musikalisch kulturellen Horizonts der teilnehmenden SchĂŒler angestrebt und entfaltet so eine integrative Wirkung. Die Kooperationspartner sind sich einig, dass sie bei der DurchfĂŒhrung des Konzeptes vertrauensvoll zusammenarbeiten und sich in allen Angelegenheiten der vereinbarten Kooperation abstimmen. Die Vorhaben sollen durch den gegenseitigen Austausch von LehrkrĂ€ften der jeweiligen Musikschulen umgesetzt werden, die vor Ort die SchĂŒler der Partnermusikschule unterrichten und ggf. ein Konzert geben können. Die Maßnahmen sollen in regelmĂ€ĂŸigen Abstand stattfinden. Die unterschiedlichen Musikschulkonstrukte sollen diskutiert, Unterschiede aufgezeigt und ggf. in die eigene Musikschularbeit aufgenommen werden. Die Einrichtungen sind sich einig, die Kooperation zu dokumentieren, zu evaluieren und ggf. in gegenseitiger Absprache zu veröffentlichen.

Bei dem Besuch des Schulleiters der Musikschule Neubiberg Hermann Michael Schnabel in Tschernogoglvka im November 2017 konnte nun die Vereinbarung feierlich in Anwesenheit des dortigen BĂŒrgermeisters Oleg Egorov im Rahmen eines Konzerts des Festivals „ Cultural Intelligence“ unterzeichnet werden. In diesem Konzert prĂ€sentierte Hermann Michael Schnabel (Holzboehmflöte) mit seiner Frau Sandra Vucenovic-Schnabel (Klavier) Werke des 18. und 20. Jahrhunderts aus Deutschland von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart sowie Paul Hindemith. Ebenso wurden zusammen mit den russischen Kollegen Werke des Barock von Georg Philip Telemann und der FrĂŒhmoderne von Lennox  Berkeley sowie Volklieder der beiden LĂ€nder – Guten Abend, gute Nacht sowie Moskauer Fenster - in Jazzversionen erarbeitet und aufgefĂŒhrt. Der Meisterklassenunterricht,  am Klavier begleitet von Sandra Vucenovic-Schnabel, wurde von zahlreichen, wissbegierigen Kindern besucht und die Sichtweisen wie die pĂ€dagogischen Ausrichtungen und Hinweise dankbar und neugierig aufgenommen.

Ein Besuch in der Partnerschaftsstadt von Neubiberg, der geprĂ€gt war von intensiven GesprĂ€chen ĂŒber PĂ€dagogik, Unterschieden in den Musikschulausrichtungen und Konstruktionen sowie einer gelebten herzlichen russischen Gastfreundschaft.            

    

 

Herzliche GrĂŒĂŸe

Hermann Michael Schnabel
Schulleiter