letzte Aktualisierung
04.08.2016

Gemeinde-Partnerschaftsverein Neubiberg e.V.

Weitere Bilder vom bayerischen Haus

Das “Bayerische Haus“ in Tschernogolowka wird soziokulturelles Zentrum

 

Nach vielen Jahren der Ungewissheit, ob und wie das mit Spenden aus Neubiberg begonnene “Bayerische Haus“ in unserer Partnerstadt Tschernogolowka fertiggestellt werden kann, geht es nun seiner Vollendung entgegen. Ein Vorschlag, den Bürgermeister Filippow vor rund drei Jahren unserer 1. Bürgermeisterin, Frau Rumschöttel, und dem Vorstand des Partnerschaftsvereins Neubiberg gemacht hatte, wird Wirklichkeit.

 

In Tschernogolowka bestand und besteht dringender Bedarf an Altenheimplätzen. Da in Russland aber nicht die Kommune, sondern der Bezirk Träger einer solchen Einrichtung ist, hatte Bürgermeister Filippow der Ministerin für Soziales der Regierung des Moskauer Bezirks den Vorschlag unterbreitet, dass die Bezirksregierung das im Rohbau befindliche “Bayerische Haus“ übernehmen und als Altenheim fertigstellen sollte. Dies wird nun Realität. Am 18. April 2008 ist das Gebäude unter der Bestimmung als soziokulturelles Zentrum “Deutsches Haus“ mit den noch nicht vollständig abgeschlossenen Bauarbeiten in das Eigentum der Moskauer Region übergegangen.

 

Die der Gemeinde und dem Partnerschaftsverein vorliegenden Vertragsdokumente beinhalten unter anderem, dass das Gebäude des soziokulturellen Zentrums als Domizil für hoch betagte Menschen und für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zur Erholung und Rehabilitation bestimmt ist. Es können dort 39 Personen in 11 Doppelzimmer und 17 Einzelzimmer leben. Als weitere Räumlichkeiten werden u.a. eine Kantine, Gemeinschaftsräume, Bibliothek, Zimmer für Sozialarbeiter und Pflegeschwestern, ein Trainingssaal und ein Gästeraum eingerichtet. Die derzeit noch laufenden Aus- und Umbauarbeiten sollen bis Ende 2008 abgeschlossen sein.

 

Die Errichtung eines “Bayerischen Hauses“ in Tschernogolowka geht auf einen Vorschlag der dortigen Administration vom Mai 1992 zurück, den unser damaliger 1. Bürgermeister Josef Schneider sofort aufgegriffen hat. In der Folge vereinbarten die beiden Gemeinden die Schaffung einer Stätte der deutsch-russischen Begegnungen, insbesondere auf sozialem, kulturellem, religiösem, wirtschaftlichem und wissenschaftlichem Gebiet, sowie als Kontakt- und Anlaufstelle für alle Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft. Für die Realisierung stellte Neubiberg in den Jahren 1993 bis 2002 insgesamt rund 270.000 Euro zur Verfügung. Dieses Geld stammte überwiegend aus dem Verkauf von Waren, die speziell für diesen Zweck von Firmen aus Neubiberg und Umgebung gespendet worden waren. Aber auch Geldspenden Neubiberger Bürger und sonstiger Förderer sind darin enthalten. Tschernogolowka hatte das 2 Hektar große Grundstück sowie rund 185.000 Euro aus dem eigenen Haushalt beigetragen. Leider konnte der Bau ab 2002 wegen fehlender finanzieller Mittel nicht mehr fortgeführt werden.

 

Auch wenn das “Bayerische Haus“ in seiner Ursprungsbestimmung nicht Realität geworden ist, so wird es mit seiner Vollendung und Inbetriebnahme als soziokulturelles Zentrum “Deutsches Haus“ durch die Regierung der Moskauer Region doch den Zielsetzungen unserer Partnerschaft mit Tschernogolowka gerecht, nämlich, unsere Partner auf sozialem und humanitärem Gebiet zu unterstützen.

 

Volker Buck

Leiter der Abteilung Tschernogolowka

 

Der Ausbau des künftigen soziokulturellen Zentrums

“Deutsches Haus“ ist in vollem Gange (Foto vom 10.04.2008)

Mehr oder weniger überraschend hat sich das Aussehen des Bay. Hauses in Tschernogolowka zum Positiven geändert (Herbst 2008)


 - aber sehen Sie selbst:

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Seniorenzentrum im “Bayerischen Haus“ in Tschernogolowka vollendet

 Im Herbst 2008 informierten wir Sie darüber, dass das Ministerium für Soziales der Regierung des Moskauer Bezirks das seit vielen Jahren im Rohbau befindliche „Bayerische Haus“ in Tschernogolowka übernommen hat, um es als Altenheim fertigzustellen und zu betreiben. Zum Jahreswechsel hat Bürgermeister Filippow in einem Schreiben an unseren 1. Bürgermeister, Herrn Heyland, u.a. Folgendes mitgeteilt:

„…Um Ihnen auch Positives trotz der komplizierten ökonomischen Neuigkeiten zu übermitteln, bin ich froh mitteilen zu können, dass das „Ministerium für Sozialhilfe für die Bevölkerung im Moskauer Bezirk“ die Rekonstruktion des „Tschernogolowkaer Seniorenzentrums“ beendet hat. Das Datum der feierlichen Eröffnung ist noch nicht bekannt gegeben worden – aber die Arbeiten befinden sich im Endstadium. Ich denke, dass im Rahmen der offiziellen Delegationsreise Neubibergs 2009 Sie und Ihre Kollegen mit eigenen Augen das Ergebnis des ehemals gemeinsam getroffenen Beschlusses betrachten können. Diese Nachricht wird sicher auch den Ersten Vorsitzenden des Gemeindepartnerschaftsvereins, Herrn Prof. Dr. Rumschöttel und seine Frau Johanna Rumschöttel erfreuen – und, wie ich hoffe, auch alle Einwohner Neubibergs….“

Mit der Inbetriebnahme des Seniorenzentrums werden in Tschernogolowka erstmals Altenheimplätze für Bürgerinnen und Bürger der Stadt bereitgestellt. Es können bis zu 39 Personen in 11 Doppelzimmer und 17 Einzelzimmer betreut werden. Weitere Räumlichkeiten des Gebäudes sind u.a. eine Kantine, Gemeinschaftsräume, eine Bibliothek, ein Zimmer für Sozialarbeiter und Pflegeschwestern, ein Trainingssaal und ein Gästeraum.

Mit dem Seniorenzentrum - vormals „Bayerisches Haus“ - ist jetzt ein sichtbares Zeichen für die seit 18 Jahren andauernde partnerschaftliche Unterstützung Tschernogolowkas im sozialen und strukturellen Bereich entstanden. Wir danken an dieser Stelle Herrn Bürgermeister Filippow für seine Initiative zu diesem Projekt, sowie der Moskauer Bezirksregierung und der Administration in Tschernogolowka für die Realisierung. Der Dank gilt aber auch allen Neubiberger Bürgerinnen und Bürgern, den Firmen aus Neubiberg und Umgebung, sowie sonstigen Förderern, die in den Jahren 1993 bis 2002 insgesamt rund 270.000 Euro für dieses Haus gespendet haben.

 

Im Herbst 2008 haben wir zur 20. Partnerschaftsaktion Neubiberg-Tschernogolowka aufgerufen und Sie aus Solidarität mit den Bürgerinnen und Bürgern in unserer Partnerstadt Tschernogolowka um Ihre Spende gebeten. Auf Bitten von Bürgermeister Filippow wollen wir die bereits laufende Unterstützung von Waisen, körperlich behinderten Kindern und Kindern von Alleinerziehenden erweitern auf kinderreiche Familien, Behinderte, alleinstehende alte Leute und andere Hilfsbedürftige. Daher möchten wir unseren Aufruf nochmals in Erinnerung bringen. Das Spendenkonto des Partnerschaftsvereins Neubiberg lautet: Kreissparkasse München Starnberg, Kto.Nr.  10 05 27 36;  BLZ 702 501 50; Verwendungszweck: 20. Partnerschaftsaktion.

 

Volker Buck

Leiter der Abteilung Tschernogolowka

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