Tschernogolowka

Gemeinde-Partnerschaftsverein
Neubiberg e.V.

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Wappen von Tschernogolowka

  • Die Homepage der Gemeinde Tschernogolowka

 

Basiliuskathedrale in Moskau (Pixabay)

 

 

 

 

 

 

 

Leitbild des Bereichs Tschernogolowka

Der Partnerschaftsverein Neubiberg / Abteilung Tschernogolovka und das Partnerschaftskomitee Tschernogolovka
stellen ihre Zusammenarbeit unter folgendes Leitbild:

Das gemeinsame Hauptanliegen ist die Förderung und Stärkung des gegenseitigen Verständnisses,
der Freundschaft zwischen den Bürgern beider Gemeinden sowie das Kennenlernen der anderen Kultur.

 

Diese Ziele sollen ihren Ausdruck finden und erreicht werden durch:

  • Begegnungen von Mensch zu Mensch:
  • Studienreisen,
  • Freundschaftsbesuche,
  • Austausch von Fachleuten, Studenten und Schülern.
  • Aktivitäten auf kulturellem Gebiet, z. B.:
  • Kunstausstellungen,
  • Musik- und Literaturdarbietungen,
  • Einblick in Volkskunst und Brauchtum,
  • Vorträge zu Religion, Geschichte und Zeitgeschehen,
  • Bildungsseminare und Sprachkurse,
  • Sportliche Begegnungen.
  • Zusammenarbeit in wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, medizinischen und humanitären Bereichen.

 

Der Partnerschaftsverein Neubiberg soll durch Mitgliederwerbung weiterer Bevölkerungskreise sowie durch aktive Mitwirkung und Beteiligung der Bürger Neubibergs auf eine möglichst breite Basis gestellt werden.

Der Verein wird von der politischen Gemeinde Neubiberg ideell, materiell und personell unterstützt.

Zur Bereicherung der Vereinsziele sollen Kontakte und Erfahrungsaustausch mit gleichgearteten Partnerschaftsvereinen gepflegt werden.

 

Ausgearbeitet von: Frau GR Stettmeier, Frau Oberg, Herrn Hoffmann, Herrn Nehls.

 

Russland (pixabay)

Nachruf auf Zinaida Protasevich Sina

Wir trauern gemeinsam um Zinaida Protasevich, die im Alter von 76 Jahren plötzlich und unerwartet aus dem Leben schied. Seit 25 Jahren pflegen die russische Stadt Tschernogolowka und die bayerische Gemeinde Neubiberg eine lebendige und erfolgreiche Städtepartnerschaft. Von Anbeginn beteiligte sich Zinaida aktiv an den Arbeitsgruppen und im Komitee zu den Austauschprogrammen der Bürgerinnen und Bürger beider Länder. Sie baute zahlreiche freundschaftliche Beziehungen auf, insbesondere zu Renate und Wolf Buchberger, Hans Schaffer und Herbert Roth. Zuletzt besuchte sie Neubiberg Ende April bis Anfang Mai, im Rahmen einer großen Delegation, anlässlich der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft.

Ihr Engagement war in besonderer Weise erlebbar und spürbar. In ihrer herzlichen und fürsorglichen Art begleitete sie z.B. die Neubiberger Praktikanten- und Jugendgruppen und sorgte für reibungslose Abläufe und unvergessliche Erlebnisse. Für ihre herausragenden Aktivitäten im Sinne der russisch-deutschen Städtepartnerschaft erhielt sie hohe Auszeichnungen.

Als Leiterin der Öffentlichen Bibliothek in Tschernogolovka brachte sie den Bürgerinnen und Bürgern Tschernogolowkas die deutsche Kultur und Bräuche näher. Ich erinnere dabei an die jährlich stattfindende deutsche Kulturwoche, an die Lesungen deutscher Lyrik bei Veranstaltungen oder an das Zelebrieren deutscher Oster- und Weihnachtsfeiern.

Zudem war Zinaida ein herzlicher Familienmensch, eine tolle Mutter, Oma und zuletzt auch Uroma.

Wir werden Zinaida bei den zukünftigen Besuchen im Zuge der Städtepartnerschaft sehr vermissen. Ihr Tod erschreckt uns, hinterlässt eine Lücke, macht uns traurig und rührt uns zu Tränen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Neubiberg blicken in Dankbarkeit auf das außerordentliche Wirken von Zinaida Protasevich. Mit einem Gedicht von Rainer Maria Rilke wollen wir gemeinsam Abschied nehmen, auf dass uns Zina mit ihrem besonderen Engagement im Gedächtnis bleibt und ihre Menschlichkeit einen festen Platz in unseren Herzen behält.

 

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten
im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

 

In stiller Trauer und herzlicher Verbundenheit, Ihr

Günter Heyland
Erster Bürgermeister
Gemeinde Neubiberg
07.09.2017

Partnerschaft der Musikschule Neubiberg und der Schule für Kunst in Tschernogolowka feierlich besiegelt

Die beiden Musikschulen in Neubiberg und Tschernogolowka pflegen bereits seit rund 14 Jahren partnerschaftliche Beziehungen. Nun war es im November 2017 soweit, dass eine gemeinschaftlich ausgearbeitete Kooperationsvereinbarung verabschiedet und unterzeichnet werden konnte. Anlässlich eines Besuchs der Schulleiterin Olga Agroskina im Frühjahr diesen Jahres in Neubiberg verständigten sich die beiden Leiter der Einrichtungen auf die Eckpunkte der weiteren Partnerschaft sowie des kulturell musikalischen Austauschs. In der Fortführung der bereits bestehenden Kooperation beider Musikschulen sehen die Leiter der jeweiligen Bildungseinrichtungen, die Chance für teilnehmende Kinder und Jugendliche der Musikschulen, die Ausbildung am Instrument oder an der Stimme zu fördern. Dabei sollen die Stärken des jeweiligen Kulturkreises gegenseitig ausgetauscht werden und ggf. in die Ausbildung der Musikschüler integriert werden. Mit den Maßnahmen wird die Erweiterung des musikalisch kulturellen Horizonts der teilnehmenden Schüler angestrebt und entfaltet so eine integrative Wirkung. Die Kooperationspartner sind sich einig, dass sie bei der Durchführung des Konzeptes vertrauensvoll zusammenarbeiten und sich in allen Angelegenheiten der vereinbarten Kooperation abstimmen. Die Vorhaben sollen durch den gegenseitigen Austausch von Lehrkräften der jeweiligen Musikschulen umgesetzt werden, die vor Ort die Schüler der Partnermusikschule unterrichten und ggf. ein Konzert geben können. Die Maßnahmen sollen in regelmäßigen Abstand stattfinden. Die unterschiedlichen Musikschulkonstrukte sollen diskutiert, Unterschiede aufgezeigt und ggf. in die eigene Musikschularbeit aufgenommen werden. Die Einrichtungen sind sich einig, die Kooperation zu dokumentieren, zu evaluieren und ggf. in gegenseitiger Absprache zu veröffentlichen.

Bei dem Besuch des Schulleiters der Musikschule Neubiberg Hermann Michael Schnabel in Tschernogolowka im November 2017 konnte nun die Vereinbarung feierlich in Anwesenheit des dortigen Bürgermeisters Oleg Egorov im Rahmen eines Konzerts des Festivals „ Cultural Intelligence“ unterzeichnet werden. In diesem Konzert präsentierte Hermann Michael Schnabel (Holzboehmflöte) mit seiner Frau Sandra Vucenovic-Schnabel (Klavier) Werke des 18. und 20. Jahrhunderts aus Deutschland von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart sowie Paul Hindemith. Ebenso wurden zusammen mit den russischen Kollegen Werke des Barock von Georg Philip Telemann und der Frühmoderne von Lennox Berkeley sowie Volkslieder der beiden Länder €“Guten Abend, gute Nacht” sowie Moskauer Fenster - in Jazzversionen erarbeitet und aufgeführt. Der Meisterklassenunterricht, am Klavier begleitet von Sandra Vucenovic-Schnabel, wurde von zahlreichen, wissbegierigen Kindern besucht und die Sichtweisen wie die pädagogischen Ausrichtungen und Hinweise dankbar und neugierig aufgenommen.

Ein Besuch in der Partnerschaftsstadt von Neubiberg, der geprägt war von intensiven Gesprächen über Pädagogik, Unterschieden in den Musikschulausrichtungen und Konstruktionen sowie einer gelebten herzlichen russischen Gastfreundschaft.            

 

Herzliche Grüße

Hermann Michael Schnabel, Schulleiter