Nbb International

Gemeinde-Partnerschaftsverein
Neubiberg e.V.

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Was ist der Preis Neubiberg International?

Richtlinien für die Verleihung des Anerkennungspreises "Neubiberg International"

§1   Der Gemeinde-Partnerschaftsverein Neubiberg e.V. verleiht jährlich im Herbst - erstmals im Jahr 2007 - den Anerkennungspreis "Neubiberg International". Er wird im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung überreicht.

§2   Der Anerkennungspreis wird für besondere Leistungen im Sinne der satzungsgemäßen Aufgaben des Gemeinde-Partnerschaftsvereins Neubiberg e.V. verliehen (vgl. §2 der Vereinssatzung). Zweck des Vereins ist die Förderung von Begegnungen zwischen Deutschen und Ausländern, die Betreuung ausländischer Besucher sowie die Förderung von Aktivitäten, die der Völkerverständigung dienen. Der Preis kann an Persönlichkeiten oder Institutionen verliehen werden.

§3   Der Anerkennungspreis ist mit einem Geldbetrag von bis zu l .000 EUR dotiert und wird mit einer Urkunde verliehen, die die Begründung (Laudatio) der Zuerkennung enthält. Das Preisgeld wird mit der Auflage übergeben, es ausschließlich für den der Preisverleihung zugrunde liegenden Zweck zu verwenden.

§4   Über die Vergabe des Anerkennungspreises entscheidet als Jury der Vorstand des Gemeindepartnerschaftsvereins Neubiberg e.V. und der 1. Bürgermeister der Gemeinde Neubiberg. Der Preisträger wird von der Jury nach einer Aussprache durch Wahl bestimmt. Bei der Wahl ist eine Mehrheit von zwei Dritteln der Mitglieder der Jury erforderlich.

§5   Die Ausschreibung des Preises erfolgt im Frühjahr in der örtlichen Presse und im Informationsblatt der Gemeinde Neubiberg "NANU".

§6   Diese Richtlinien wurden vom Vereinsvorstand in seiner Sitzung am 22. Januar 2007 gebilligt

 

Wer hat den Preis bereits erhalten? Und warum?

Süddeutsche Zeitung 27.11.2016

Mit Herz und Verstand

Von Daniela Bode, Neubiberg

Der Helferkreis Asyl ist schon bei vielen Gelegenheiten für seine Verdienste im Zusammenhang mit der Aufnahme und der Unterstützung der Flüchtlinge in der Gemeinde gelobt worden.

Alt-Landrätin und Vorsitzende des Fachausschusses Asyl, Migration und Integration der Landesarbeitsgemeinschaft der Öffentlichen und Freien Wohlfahrtspflege Johanna Rumschöttel bezeichnete es in ihrer Laudatio als einen Glücksfall für die betroffenen Menschen und die politische Gemeinde, dass die “Kolpingsfamilie mit ihrer Speerspitze Norbert Büker" es war, die die Initiative ergriff, als die ersten Flüchtlinge kamen. Hätten sie doch mit ihm einen ”beruflich und ehrenamtlich organisationserfahrenen Mann" als ”Führungskoordinator des rasch wachsenden Helferkreises" gehabt. Sie betonte, dass es auch in Zukunft Menschen brauche, die "mit Herz und Verstand auf die neuen Mitbürger zugehen", wie es der Helferkreis Asyl Neubiberg bisher getan habe. Auch der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Reiner Höcherl lobte das außergewöhnliche bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement, ”mit dem die Gemeinde überhaupt erst diese große Herausforderung meistern konnte".

Der Helferkreis der bis zu 300 Mitglieder zählte, half den neuen Mitbürgern in vielerlei Hinsicht. Von Begleitung zu Behörden, über Sprachkurse bis hin zur Hilfe bei der Suche nach Wohnraum oder einem Arbeitsplatz reichte die Unterstützung. Das zweckgebundene Preisgeld wird er für weitere Arbeit mit den Flüchtlingen verwenden.

Hallo 27.11.2011

Bethlehem ist überall!

Von Ingeborg

Zu einem großen Abend deutsch-afrikanischer Herzlichkeit gestaltete sich die Zehnjahresfeier des PVs mit der zeitgleichen 4. Preisverleihung “Neubiberg International” am vergangenen Samstag im Haus für Weiterbildung, vor einem etwa 80-köpfigen Publikum, das drei volle Stunden lang ein Flair des gewohnt-familiären “Neubiberger WIR-Gefühls” genüsslich verbreitete.

Neubibergs PV mit seinen beiden “Zwillingsstädten” Ablon-sur-Seine (Frankreich) und Tschernogolowka (Russland) wurde zehn Jahre alt, und zehn Neubiberger Gymnasiasten/Innen samt ihrem verehrten Studiendirektor Heinrich Plank erhielten den Ehrenpreis “Neubiberg International”, der heuer zum vierten Mal verliehen wurde. Wenn diese Event-Ballung kein Anlass zu einer Riesen-Geburtstagstorte war, die vor dem Anschnitt (Original-Ton Bürgermeister Heyland “O’schnitt is!”) vorsichtig per Servierwagen quer durch den großen Saal geschoben wurde und sich später, in über 100 “Mini-Törtchen” verwandelt, als sehr lecker erwies! ”Lecker” - wie übrigens auch “der Afrikaner” gut-verständlich sagt, wie noch aus der berühmten Südafrika-Fußball-WM erinnerlich, wenn er etwas ”besonders super” findet! Und die vier Vehemenz-Trommler aus Nigeria mit den zehn verschiedenen Trommeln ihrer Band “Osumare-Drums”- “Regenbogen-Trommeln” in der Youruba-Sprache West-Nigerias - waren da derselben Meinung wie das Gartenstadt-Publikum, das es bei der mitreißenden Drums-Dröhnung kaum noch auf den Sitzen hielt. Zumal auch der zweite Aspekt dieses Doppel-Festes ein “afrikanischer” war: Zehn Gymnasiasten/Innen einer 11. Neubiberger Gymnasiumsklasse hatten sich mit ihrem einjährigen Projekt ”Aufbau einer Schulpartnerstadt” in der kleinen Schule “San Sebastian“ - Kirchliche Secondary-School für 14- bis 19-Jährige - in dem afrikanischen Örtchen Bethlehem im Südosten Ugandas, Nähe Viktoria-See, einen beachtlichen Namen auf den Ebenen Hilfsbereitschaft, finanzielle Unterstützung und, vor allem, menschliche Zuwendung und Herzlichkeit gemacht.

Merkur 5.11.2009

"Musikalischen Weltbürger" ausgezeichnet

Mit der Auszeichnung sollen die Verdienste des Ehepaars um deutsch-türkische Partnerschaften gewürdigt werden: Franz Josef Himpsl hatte auf einer Reise durch die westtürkische Stadt Izmir einen Schüleraustausch organisiert und gemeinsame Konzertauftritte in Izmir und München ermöglicht. Der unermüdliche Einsatz des Lehrers und Musikers für das “Izmir-München-Musikprojekt” sei ein Beispiel für “gelebte Integration”, wie es in der Urkunde heißt, aus der Bürgermeister Günter Heyland bei der Ehrung im “Haus für Weiterbildung” vorlas. Himpsl habe eine “engagierte Zusammenarbeit mit persönlichen Begegnungen” ins Leben gerufen und so “Brücken gebaut und unterschiedliche Kulturen zusammengeführt”, lobte Heyland.

Auch Volker Buck, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, hob die politische Bedeutung hervor, die das Projekt ausstrahle: “Im deutsch-türkischen Verhältnis gibt es so manche Irritationen. Umso wichtiger ist es, mit einem solchen Preis Vorurteile abzubauen.”

Kubilay Üner, ein langjähriger Freund Himpsls, sagte, dass es ihm eine besondere Ehre sei, die Laudatio zu halten. Er nannte Himpsl einen “musikalischen Weltbürger”.

Merkur 11.12.2008

Waltraud Rudert

1998 reiste Rudert erstmals ins Dorf Tohan vechi. Es ist ein Dorf der Vergessenen, wo Menschen wohnen, die wie wenige andere Anfeindungen über sich ergehen lassen müssen: Zigeuner der Roma-Gruppe, die bei den Rumänen selbst als “vagabundiere Minderheit” verhasst sind. Rudert hat sich des Schicksals dieser Leute angenommen: Zwei Jahre nach ihrem ersten Aufenthalt gründete sie den Verein “Freunde von Tohan vechi - Hilfe für Roma in Rumänien”. Menschen, die in bitterster Armut leben und außer den Kleidern am Leib und einem armseligen Dach über dem Kopf nichts besitzen, kamen dank des Vereins in den Genuss eines bescheidenen “Wohlstands”.

”Die persönliche Leistung von Frau Rudert ist auch deshalb außergewöhnlich, weil bei ihren Hilfsmaßnahmen vielfach erhebliche gesellschaftliche und politische Hindernisse zu überwinden waren”, begründete Vorsitzender und Zweiter Bürgermeister Hermann Rumschöttel in seiner Laudatio im “Haus für Weiterbildung” die Entscheidung.